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825 Jahre Lutter – Ein Fest von Lutter für Lutter

· 8 min Lesezeit
825 Jahre Lutter

Vom 29. Mai bis zum 7. Juni feiert Lutter sein 825-jähriges Bestehen, und wer im Eichsfeld unterwegs ist, sollte sich diese Wochen rot im Kalender markieren. Schon 2024 hat das Dorf mit dem Jubiläum der Luttertaler Musikanten und den Fäaschtbänklern gezeigt, dass es große Feste kann. Diesmal geht es eine Nummer persönlicher, mit dem Comeback von Glashaus on Tour, einem Tag der offenen Höfe, einem Abend der Erinnerungen und natürlich der Hauskapelle, die bei keinem Lutteraner Fest fehlen darf.

Ich habe mit Sandra von der IG Luttertal gesprochen, was aus einer runden Zahl ein Wochenende für die ganze Region macht.

825 Jahre Lutter, das ist eine Hausnummer. Wer in Lutter aufwächst, wird oft sein Leben lang Lutteraner bleiben, und wer einmal zu Gast war, kommt meistens wieder. Was macht die Menschen hier eigentlich aus, und warum lohnt es sich, ein Dorf wie Lutter so groß zu feiern?

Ja, du hast recht, wir sind stolz auf unser Dorf und vor allem auf das Zusammenleben in unserem Ort. Lutter ist geprägt von vielen Vereinen und Vereinigungen, doch egal wie die Zusammensetzung der Menschen aussieht, es zählt immer das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen, um das gemeinschaftliche Dorfleben für alle Altersgruppen zu gestalten und zu entwickeln. Die Anfänge machen bereits die Kinder, welche durch die Eltern früh in das Dorfleben integriert werden, sei es durch die Vereine oder aber auch die kirchlichen Veranstaltungen, bei denen sie sich in verschiedenen Bereichen einbringen.

Und wer einmal in einem Dorf gut integriert ist, dem fällt es schwer, es zu verlassen. Besucher sind bei uns jederzeit herzlich willkommen. Durch unsere offene Art entstehen schnell neue Freundschaften, die uns mit vielen Menschen auch außerhalb unseres Ortes verbinden.

Die 825-Jahrfeier wollen wir als Anlass nutzen, um mit den Bewohnern und auch allen Freunden und Verwandten außerhalb von Lutter zusammen zu feiern. Ein großes Anliegen ist es, dass es außerdem ein Fest von Lutter für Lutter wird, um einmal Danke für den Einsatz im Dorfleben zu sagen.

Glashaus on Tour ist für viele im Eichsfeld ein Begriff, der sofort Erinnerungen weckt. Das Tourformat war damals Kult, dann war es lange weg, und jetzt startet es ausgerechnet in Lutter sein Comeback. Wie kam diese Verbindung zustande, und was bedeutet es für euch, dass Lutter der Ort ist, an dem Glashaus on Tour wieder auf die Bühne zurückkehrt?

Natürlich, Glashaus war in unserer Jugend schon die Disco, wo man samstags hinfuhr. Es ist großartig, dass sie ausgerechnet bei uns in Lutter wieder neu starten. Wir erhoffen uns natürlich, dass die Veranstaltung genauso gut besucht wird, wie es damals üblich war.

Zu verdanken haben wir dieses Event unserem Gastwirt Stephan Kratzer, der zusammen mit seiner Familie diese Veranstaltung organisiert hat. Hintergrund dieses Abends ist, dass wir einen Programmpunkt für die Jugend gesucht haben, und was würde dort besser passen als ein Abend mit den angesagtesten DJs aus dem Eichsfeld. Und somit war die Entscheidung fürs Glashaus schnell gefallen.

2024 habt ihr mit dem Jubiläum der Luttertaler Musikanten und den Fäaschtbänklern schon bewiesen, dass Lutter große Feste kann und dass sich der Weg nach Lutter lohnt. Wie viel Rückenwind nehmt ihr aus diesem Wochenende mit ins 825-jährige, und wo legt ihr diesmal bewusst noch eine Schippe drauf?

Das Jubiläum der Luttertaler Musikanten war eine großartige Leistung der Blasmusikkapelle, die die höchste Anerkennung für die Organisation und Umsetzung verdient. Das Feedback zu diesem Fest an die Organisatoren und das ganze Dorf war extrem positiv.

Trotzdem haben wir uns nach langer Überlegung dazu entschieden, nicht noch eine Schippe draufzulegen. Bei so einem großen Fest ist die Unterstützung des gesamten Dorfes gefragt, und somit würde das Feiern den Gästen vorbehalten sein.

Bei unserem Jubiläum soll es aber diesmal um die Einwohner, Freunde und Verwandte aus Lutter gehen. Wir wollen an vergangene Zeiten erinnern, unser Dorf präsentieren und mit den Menschen zusammen ein Fest feiern, die das Dorfleben so wertvoll machen.

Der Abend der Erinnerungen am 5. Juni klingt nach dem emotionalsten Programmpunkt des Wochenendes. Worauf dürfen sich die Gäste freuen, wessen Geschichten werden erzählt, und warum war es euch wichtig, so einen stillen Abend zwischen Frühschoppen und Tanzabend zu setzen?

An dem Freitagabend dürfen sich die Gäste auf einen Abend voller Erinnerungen freuen. So ein Abend ist gerade für die jüngeren Menschen in unserem Ort wichtig, damit die Geschichte des Dorfes immer weitergegeben werden kann. Zu der Geschichte des Ortes zählen auch die Menschen, die in Lutter wirken und gewirkt haben. Es war uns daher wichtig, an diesem Abend auch das Ehrenamt in unserem Ort vorzustellen und zu würdigen. Denn ohne diese vielen Menschen wäre unser Dorf nicht so schön, wie es ist.

Außerdem wird Peter Anhalt einen geschichtlichen Vortrag zu unserem Ort Lutter halten, und es wird weitere Programmpunkte geben.

Der Tag der offenen Höfe ist ein Format, das es so nicht überall gibt. Plötzlich steht man als Gast in Höfen, in die man sonst nie reinschauen würde. Welche Geschichten verstecken sich hinter diesen Mauern, und wie habt ihr die Höfebesitzer dazu gebracht, ihre Tore für ein ganzes Dorf zu öffnen?

Der Tag der offenen Höfe wird ein ganz besonderer Höhepunkt während unseres Jubiläums. Aus der Historie heraus ist Lutter ein Mühlendorf, was sich jedoch offensichtlich nur an den vielen verschiedenen Namensbezeichnungen im Dorf widerspiegelt. Es ist uns ein Anliegen, die Mühlen und andere historische Gebäude, wie zum Beispiel die Schmiede, mittels Texten und Bildern zu beschreiben und somit ihre Geschichte zu erzählen.

Mit der Idee, die historischen Gebäude zu präsentieren, waren die Hofbesitzer schnell von unserem Konzept überzeugt und haben eigene Ideen zur Öffnung der Höfe entwickelt. Schnell wurde aus den offenen Höfen ein Gemeinschaftsprojekt des Ortes, an dem ganz viele Menschen aus und um Lutter mitwirken. Wir freuen uns darauf, dass wir jeden einladen können, am Samstag, den 06.06.2026, nach Lutter zu kommen und zu schauen, was wir als Dorf alles zu bieten haben. Es wird für jeden, egal ob Groß oder Klein, etwas dabei sein.

Am Fronleichnam eröffnen die Luttertaler Musikanten den Frühschoppen. Sie sind im Eichsfeld bekannt und in Lutter fest verwurzelt. Wie wichtig war es euch, dass genau sie den musikalischen Auftakt eures Jubiläums übernehmen, und welche Rolle spielt die Kapelle eigentlich im Dorfleben jenseits der großen Bühne?

Für uns war es sehr wichtig, dass die Luttertaler Musikanten ein Teil unseres Jubiläums sind. Sie tragen mit ihrer Musik stets dazu bei, dass die Feste gelingen und die Stimmung großartig ist. Sie sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil in unserem Dorf, und das nicht nur wegen ihrer Musik. Wie bereits erwähnt, kann ein Dorfleben, so wie wir es in Lutter immer wieder versuchen zu leben, nur durch großes Engagement vieler Menschen entstehen. Die Mitglieder der Musikkapelle sind auch hier sehr engagiert und bringen sich überall mit ein. Es gibt keine Veranstaltung im Dorf, wo sie nicht zu finden sind.

Wenn am 7. Juni nach dem Festhochamt der letzte Ton von BlasmusiX verklungen ist und der Bierwagen abgebaut wird, was soll hängenbleiben? Nicht nur bei den Gästen von außerhalb, sondern bei den Luttern selbst, wenn sie am Montag wieder zur Arbeit fahren?

Wir möchten, dass die Bewohner von Lutter das Gefühl haben, stolz auf den Ort sein zu können, für das, was wir als Ort zusammen geschafft haben. Dass das Fest eine gelungene Mischung für alle Altersgruppen war und sie sich lange daran erinnern können. Für unsere Gäste wünschen wir uns, dass es ihnen gefallen hat und sie gerne wieder zu uns zurückkommen, denn wir haben ja noch viele Veranstaltungen nach dem Fest, bei denen wir uns freuen, alte und neue Gesichter begrüßen zu dürfen.

Das Programm im Überblick

  • 29. Mai: Glashaus on Tour
  • 4. Juni: Fronleichnam Gottesdienst & Frühschoppen mit den Luttertaler Musikanten (Eintritt frei)
  • 5. Juni: Dankveranstaltung & Abend der Erinnerungen
  • 6. Juni: Tag der offenen Höfe mit Spendenaktion für das Elternhaus der Elternhilfe für krebskranke Kinder Göttingen e.V., ab 20 Uhr Tanz mit Xchange Live Band (Eintritt frei)
  • 7. Juni: Festhochamt & Familientag mit BlasmusiX die Kapelle (Eintritt frei)